ausgezeichnet mit dem gender&queer-Preis: Oma

Die Großmutter erzählt von den Erwartungen, die an sie als Ehefrau und Mutter herangetragen wurden. Sie hat immer nur für andere gelebt, ihre Hände zeugen davon.

LENIA FRIEDRICH schloss ihren Bachelor in Mediendesign an der Münster School of Design ab und studiert seit 2018 an der KHM Köln . Sie ist freiberuflich und als künstlerische Fachkraft tätig.


GENDER&QUEER-PREIS

gestiftet von der Gleichstellungsstelle der Stadt Bochum, dotiert mit 500€

JURYBEGRÜNDUNG:

„Die Frau muss Magd und Dienerin des Mannes sein“ sagte ihr Vater einst! Schwere Zeiten als junge Frau, dessen Ehemann „eheliche Pflichten“ im Bett einforderte. „Ich habe immer nur für andere gelebt“, reflektiert heute die Ehefrau und Mutter von damals. Fotos aus den 50ern mischen sich mit der unverkennbaren Handschrift der Filmemacherin zu einer Mischung aus Oberflächlichkeit und Animation. Erst das Gespräch mit der Großmutter offenbart die Geschichte, die sich hinter den Bildern verbirgt und was es hieß, Ehefrau und Mutter in der jungen BRD zu sein. In dieser äußerst wichtigen und tief in die deutsche Vergangenheit gehenden Geschichte sehen wir ein intimes Porträt zwischen Großmutter und Enkelin. In dem Dialog dieser beiden Frauen unterschiedlicher Generationen stellt der Film die Frage, inwiefern sich das Rollenbild von Frauen bis heute verändert hat. Die Gesellschaft ist heute zum Glück weiter; der Weg ist aber längst noch nicht zu Ende gegangen.

Kategorie: ein-blicke
Länge: 05:42 min
Produktionsjahr: 2021
Ein Film von: Lenia Friedrich
Ton: Azura de la Fuente, Lenia Friedrich
Stimme: Christel Patzer, Lenia Friedrich