Filmstill blicke28 trailer

Festivaleröffnung

Begrüßungsrede der Festivalleiterin Gabi Hinderberger und ein Grußwort von Rainer Komers zur Eröffnung von blicke28.

Grußwort von Rainer Komers

Vor Jahren wurde bei blicke ein Schmelztiegel-Preis verliehen. Schmelztiegel, Melting Pot, welch treffende Metapher für das Ruhrgebiet und seine Bevölkerung. Irfan Akcadag, Fumiko Kikuchi, Holger Mohaupt, Florian Pawliczek, alle mit ihren Filmen bei blicke28 in diesem besonderen November vertreten und im Ruhrgebiet lebend, von hier stammend oder ihm und seinen Menschen verbunden. Die vier stehen schon allein mit ihren Familiennamen für die Metapher Schmelztiegel, über den das Lexikon schreibt: „Ein Tiegel ist ein feuerfestes  und chemisch resistentes Gefäß zum Erhitzen von Stoffen oder zur Herstellung von Schmelzen.“ Mit dem blicke-Filmfestival hast Du, Gabi, zusammen mit Wolfgang und Deinen Mitstreiter*innen ein jetzt schon im 28. Jahr resistentes Gefäß geschaffen, das gut gerüstet und bereit ist für zukünftige Stoffe und Schmelzen.

Nehmen wir allein die Ausbildungsstätten in den Blick, die sich um blicke und das Kino Endstation in Langendeer gruppieren, und deren Absolvent*innen dort die Premieren ihrer ersten Filme feierten: die Ruhrakademie Schwerte, die FH Dortmund, das Institut für Medienwissenschaft an der RUB, der Masterstudiengang Literatur und Medienpraxis an der Uni-DUE. Dieses Potential zusammenzuführen, zusammenzuhalten und hierzuhalten in einer wieder zu gründenden Filmwerkstatt Ruhr, den Anstoß dazu könnte keiner besser als blicke geben. Die verstreut lebenden Filmemacher*innen an der Ruhr brauchen einen Ort, an dem über die eine Festivalwoche in Duisburg, Oberhausen, Bochum und Dortmund hinaus Filmkultur, Filmpraxis und Medienkritik kontinuierlich ausgeübt wird – und Letzteres, um diesen surreal fragmentierten Schmelztiegel und seine kleinstädtisch-mediale Präsentation nachhaltig zu befeuern.

Verfügbar von: 
18.11.2020, 18:30 Uhr - 01.12.2020, 18:30 Uhr

Filme